Kirche Deutsch-Crottingen

von
Martin Tydecks

MD Mai 2007


Die Kirchengemeinde Deutsch-Crottingen (Kretingale) ist nach Prökuls die Zweitälteste im Kreis Memel. Bevor die Gemeinden in Plicken und Karkelbeck gegründet wurden, gehörten zu ihr 72 Ortschaften.

Mit dem Bau der ersten, hölzernen Kirche wurde 1652 begonnen. Der erste Pfarrer der Gemeinde war Johann Lehmann. Einer der späteren Pastoren Deutsch-Crottingens war Valentin Dach, ein Neffe des bekannten Dichters Simon Dach. Andere Pfarrer sind als Sprach- Wissenschaftler hervorgetreten.
1741 wurde die Holzkirche durch eine neue, massive ersetzt (s. Foto). Die dazu nötigen Feldsteine wurden von der Bauern der Umgebung herangeschafft.

Der Neubau kostete "1066 Taler 26 Groschen 9 Pfennige".

Im Laufe der Jahrhunderte ist die Kirche mehrmals von Unwettern beschädigt und auch durch fremde Truppen geplündert worden, am schlimmsten nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Sie erhielt dann einen entstellenden Anbau und diente viele Jahre als Lagerhalle. Anfang der 90er Jahre war diese Zeit vorbei. Der Anbau wurde abgerissen, die Renovierungsarbeiten begannen.
1997 wurde das Gemeindeleben in der Kirche wieder aufgenommen (s. Bericht MD 1-07, S. 5).

Martin Tydecks

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