Die "Wilhelm Gustloff" wurde am 30. Januar 1945 in der Ostsee vor Stolpmünde (bei 55° 07' Nord, 17° 42' Ost) versenkt. Ihr Untergang gilt mit etwa 9300 Opfern als die größte Katastrophe der Seefahrtsgeschichte. Das Passagierschiff der NS-Organisation "Kraft durch Freude" (KdF), das nach dem von den Nationalsozialisten zum Märtyrer stilisierten Wilhelm Gustloff benannt wurde, war ausschließlich für Kreuzfahrten konzipiert. Beim Stapellauf am 5. Mai 1937 wurde sie von Hedwig Gustloff, der Witwe des Namensgebers, im Beisein Adolf Hitlers getauft. Die Fertigstellung erfolgte am 15. März 1938, die Jungfernfahrt am 23. März desselben Jahres.
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Kabinen und Besatzung: Das Schiff war auf 417 Besatzungsmitglieder und 1463 Passagiere ausgelegt. Die Kabinen waren für Fahrgäste und Besatzung gleich. Die Passagiere waren in Touristenklasse-Kabinen untergebracht. Es gab ausschließlich Außenkabinen für zwei oder vier Personen. Alle verfügten über fließendes kaltes und warmes Wasser, einen Tisch, eine Sofabank, Betten, die übereinander angeordnet waren und einen Kleiderschrank für jeden Fahrgast. Auf dem B-Deck befand sich eine größere Kabinengruppe; sie war Adolf Hitler vorbehalten, der aber nie davon Gebrauch machte. |
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Sonnendeck (u. a. Sportplatz und Turnhalle)
oberes Promenadendeck (u. a. Kabinen)
unteres Promenadendeck (u. a. Musikhalle und Theaterhalle) A-Deck (u. a. vorderer und hinterer Speisesaal, Küche, Hospital) B-Deck (u. a. Kabinen, Wäscherei, Frisör)
C-Deck (u. a. Kabinen, Bäckerei und Schlachterei) (Schottendeck) D-Deck (u. a. Kabinen, Speiseraum für Besatzung, Werkstatt) E-Deck (u. a. Maschinenraum und Hilfsmaschinenraum, Gepäckraum, Vorräte und Proviant) Stauraum (u. a. Proviant- und Kühlraum, Schwimmbecken, Frischwassertanks)