
Mit Wirkung vom 1. Januar dieses Jahres hat die Verwaltung des Nationalparks "Kurische Nehrung" die Gebühr für das Auto beim Besuch der Nehrung um ein Viertel auf 39 Rubel (89 Cent) erhöht. Für Personen bleibt der Eintritt bei 30 Rubel (69 Cent). Die Verwaltung begründet die Erhöhung damit, daß es seit drei Jahren keine Preiserhöhung mehr gegeben habe. Der Eintritt für den litauischen Teil der Kurischen Nehrung wurde dagegen seit über fünf Jahren nicht erhöht. Er beträgt 10 Litas (2,90 Euro). Vergleicht man, was einem auf beiden Seiten geboten wird, stellt man fest, daß sich auf litauischer Seite wesentlich mehr getan hat. Das wissen besonders die deutschen Touristen, die im Sommer Urlaub in Nidden, Schwarzort und anderen Orten des litauischen Teils machen. Im Jahr 2008 nahm der Nationalpark 2 5 Millionen Rubel (rund 575 000 Euro) ein, sein Gesamtbudget betrug 36 Millionen Rubel (rund 828 000 Euro). Die Zuwendungen aus dem Haushalt der Föderation reichten nicht aus, deshalb versucht der Nationalpark, die fehlenden Mittel von den Touristen zu erhalten. Es gibt einen weiteren Grund für die Erhöhung der Gebühren: Die Verwaltung des Nationalparks will die Zahl der Touristen niedrig halten, weil im Sommer mehr Besucher auf die Kurische Nehrung strömen, als deren Infrastruktur aufnehmen kann. Wie groß das Interesse an der Kurischen Nehrung ist, beweist eine neue Meldung, die zusätzlich Reklame für den Nationalpark machen kann: Die Kurische Nehrung zählt zu den 260 Teilnehmern der zweiten Runde |
des Wettbewerbs "Sieben Naturweltwunder". Die neue Abstimmungsetappe wird bis zum 7. Juli dauern, nach dieser werden 21 Finalisten übrigbleiben. Juri] Tschernyschew
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